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7.12.2011

Das mit dem "ruhigen Fahrwasser" im Beitrag unten war natürlich ein Scherz, den ich nur nicht beabsichtigt hatte. Kaum war der letzte Gast abgereist, schlug die Welle über uns zusammen, die wir in der Hauptbelegungszeit vor uns her geschoben hatten. Auf einmal war alles andere wichtig und noch viel mehr ganz eilig.
Das Heft für die Lehrer ist inzwischen gedruckt und an viele Schulen versand worden. Trotzdem fehlen für das Jahr 2012 noch Schulklassen. Jeder, der dazu eine Idee hat, möge sich bitte umgehend helfend einbringen, das Thema ist und bleibt ernst.
Die Bank-Paten (siehe unten) haben sich ausgesprochen großzügig eingebracht, ich hoffe, bald über erste Ergebnisse berichten zu können. Wer macht noch mit?
Für mich definitiv die wesentlichste Veränderung in diesem Herbst: Wir konnten unser gutes, altes, von mir sehr geliebtes Dienstfahrzeug gegen einen neuen Wagen eintauschen. Er ist auch von Dacia und auch silbern, allerdings blubbert vorn ein Dieselmotor. Und (darum steht das Thema überhaupt hier): Man kann bei Bedarf Allrad zuschalten! Dazu kommt ein relativ großer Reifendurchmesser, ein kürzerer Radstand und eine erhöhte Bodenfreiheit. Bei etwa gleichen Abmessungen und gleichem Gewicht ein ganz erheblicher Vorteil auf dem letzten Stück Weg zum Haus. Ich habe sogar den Mut gehabt, auf zusätzlichen Arbeitsscheinwerfern an den Traversen zu bestehen - wohl wissend, dass das allen Ortsunkundigen nur als Spielerrei erscheinen kann. Wer hat schon mal bei Nacht im Schneesturm gestanden, das Auto im Rücken, einen Meter Straße freigeschaufelt, dann das Auto nachgesetzt und weiter geschaufelt, einfach immer wieder noch einen Meter weiter, egal, ob die Arme oder der Rücken schmerzen oder die Finger oder die Füße einfrieren? Wer hat schon mal so lange im Dunkeln gearbeitet, dass er wirklich fühlen kann, das Licht durch nichts zu ersetzen ist? - Da wir gerade beim Thema sind: Wir haben hier nur Schneeregen, aber die flackernden Lampen weisen auf einen recht heftigen Sturm in unserem "Einzugsgebiet" hin. Vielleicht kommt er ja doch, der Winter?
Übrigens: Noch sind einige Plätze zur Weihnachtstagung frei!

 

20.9.2011

Nach langer Zeit endlich wieder eine Meldung hier im Blog: Ja, wir hatten wirklich dichte Belegung den Sommer über. Jetzt kommt der Betrieb wieder in ruhigeres Fahrwasser, die Veranstaltungen können einzeln vorbereitet und geplant werden. Am Wochenende habe ich mit C.K. (Dresden) zusammen die vier Mannschaftszelte abgebaut, gestern die letzten Heringe aus der Wiese gezogen. Nun sind die Podeste wieder leer und mit Wetterschutzfolien für den Winter vorbereitet. Endlich liegen wieder alle Planen trocken, es beginnt das mühsame reinigen, reparieren und sortieren. Mit der Programmplanung 2012 wird es langsam ernst: Wer jetzt noch einen Veranstaltungstermin braucht, möge sich bald melden! Wir werden auch wieder ein Neues Heft für Lehrer erstellen lassen, Interessenten können mich gern anschreiben. Im Gelände stehen die noch die ganzen Herbstarbeiten an: Ein Teil der Hecke muss noch geschnitten werden, auch die Wiese könnte eine letzte Maht vertragen, das Blockhaus wird renoviert.

 

9.6.2011

Gestern gab es endlich etwas Regen! Wochenlang kamen immer wieder Unwetterwarnungen für unseren Landkreis, aber es wurde hier höchstens windig. Wenn überhaupt, blieben von den angekündigten Wassermassen nur ein paar Tropfen übrig, die man einzeln auszählen konnte, und die nach wenigen Minuten verdunstet waren. Auf den Feldern ist das Getreide in der Notreife, unsere Wiese ist in großen Flecken gelb-braun geworden, das meiste Grünzeug ist seit dem Frühling kaum noch gewachsen. Selbst die Johannisbeeren vertrocken am Strauch. Das war ein großes Glücksgefühl, am Morgen von strömendem Regen geweckt zu werden. Es war nicht gerade reichlich, aber immerhin so viel, dass auch heute der Boden an schattigen Stellen noch etwas feucht ist. Ich hoffe sehr, dass sich die Pflanzenwelt jetzt etwas erholen kann.
Der Fußboden im Pumpenhaus ist saniert, einige kleine Reparaturen waren ebenso möglich. Wer möchte übrigens Bank-Pate werden? Unsere Gartenmöbel sind durch die Jahre reichlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die meisten mussten wir aus Sicherheitsgründen einziehen. Wer kann sich vorstellen, dem Haus durch die Patenschaft zu einer neuen Bank zu verhelfen? Mir schwebt da ein bestimmtes wetterfestes und Rabauken-sicheres Modell vor, das ganzjährig draußen stehen könnte. Auf der Patenbank würde sich so ein kleines Schildchen "Diese Bank wurde gespendet von..." sehr gut ausmachen. Wer hat den Mut dazu?

 

18.5.2011

Der Betonstreifen an der Küchenrampe ist fertig. Seit Sonnabend früh stehen die ersten beiden Gruppenzelte - ich habe sie (witterungs- und gesundheitsbedingt) mit C.K. über Nacht aufgebaut. Es ist gar nicht so einfach, im Scheinwerferlicht den Überblick zu bewahren, damit die Leinen schön gerade stehen. Am Tage haben wir dann die anderen beiden Zelte aufgebaut. Am Sonntag habe ich die ganzen Feldbetten aufgestellt und am Montag Vormittag noch die Abspannung der Wände optimiert. Am Nachmittag war die Anreise unserer Gäste, die sich in den Zelten offensichtlich wohl fühlen. Das hat also schon mal geklappt. Die kleinen Regenschauer zwischendurch haben die große Trockenheit hier kaum gemildert, noch immer staubt die Wiese, wenn man darüber läuft. Unsere Löschwasserreserve ist auch wieder aufgefüllt, nachdem am Freitag die Feuerwehr zu Besuch kam. Trotz aller Sparsamkeit bei der Angriffsübung braucht man ja doch eine Menge Wasser, um überhaupt die Schläuche zu füllen. In den nächsten Wochen ist das Haus durchgehend belegt.

 

5.5.2011

...zwischendurch will ich mal schnell vom Wetter reden: 6 Uhr: Die Temperatur liegt deutlich unter Null. Schneeregen. 7 Uhr: Es schneit in großen, dicken Flocken! 10 Uhr: Die Sonne kommt heraus. 17 Uhr: Alles ist trocken und warm, ich schalte die Klimaanlage zu. Die Verkäuferin in Heldrungen denkt, ich mache Witze, als ich erzähle, dass wir heute morgen durch Schnee gefahren sind. Damit das mit dem Wetter zukünftig besser klappt, habe ich übrigens endlich die Sommerreifen anbauen lassen.

 

2.5.2011

Was wurde ich nur ohne die vielen Helfer machen! In den Ostertagen hat M.P. aus Köln geholfen, den Zeltplatz vorzubereiten. L.K. hat unterdessen den internen Betrieb aufrecht erhalten. Wir konnen die zweite Mahd für das ganze Gelände abschließen und außerdem noch das schon längst überfallige Backup-System für die Büro-EDV wieder in Gang bringen. Gleich das Wochenende darauf kam K.S. aus Erlangen und ich durfte ihm beim Aufbau des dritten und vierten Podestes für die Zelte helfen. Wir hatten dafür drei Tage geplant und schafften es an einem einzigen Nachmittag! So war am Sonnabend Zeit, mit R.R. aus Jena die beiden neuen Podeste mit ordentlichen, trittsicheren und wetterfesten Treppen zu versehen. Auch das zweite Podest, inzwischen war es fast 10 cm eingesunken, bekam nach der Anhebung eine indivuduell zugeschnittene zweistufige Treppe. Auch hierfür hatten wir zwei Tage eingeplant und schafften es an Einem. So war gestern noch Zeit, mit der Sanierung der Küchenrampe zu beginnen. Wir haben die Schacht- und Schalungsarbeiten abgeschlossen und bereits die Hälfte betoniert. Nachher kommen die Konfirmanden aus Wuppertal - der Betrieb geht in die Hochsaison.
Gestern und vorgestern war übrigens ein anstrengendes Wetter: Sengende Sonne und immer wieder starker Wind, der so kalt war, dass man ernsthaft anfing, zu frieren. Bei Windstille war es fast unerträglich heiß. Heute Nacht hatten wir -3 Grad, hoffentlich haben die Pflanzen (und der neue Beton!) nichts abbekommen.

 

24.3.2011

Seit Mittag ist das gesamte Festnetz ausgefallen. Nachdem wir es bemerkt und gemeldet hatten, stellte die zuständige Firma innerhalb von zwei Stunden fest, dass der die Luftleitung tragende Mast unten an der Landstraße im Straßengraben liegt und das Kabel daneben zerrissen ein trauriges Dasein fristet. Wer sein Fahrzeug so schlecht beherrscht, dass er Telefonmasten kaputt macht, der sollte sich schämen, wenn es ihm hernach auch noch am Mut mangelt, sich bei den Geschädigten zu melden. Wir sind also vorerst nicht per Fax erreichbar. Auf die öffentliche Festnetznummer ist eine Umleitung geschaltet: Da Handys sehr schlechten Empfang haben, bitte ich darum, den AB zu benutzen, ich werde ihn öfter abhören. Alle anderen Telefonnummern sind mindestens bis morgen stumm.
Wir haben gerade Anreise und hoffen, dass trotz der stark gestörten Kommunikation am Nachmittag alles glatt läuft.

 

18.3.2011

Draußen ist niesliges Regenwetter - Nebelwolken ziehen durch das Tal. Die Kinderfreizeit war ein voller Erfolg - endlich wieder der Geruch vom Schmiedefeuer und das vertraute Bild vom Nachtspaziergang mit den selbstgebauten Fackeln. Ja, es ist schön in Hauteroda - auch, wenn das Wetter kaum etwas vom kommenden Frühling ahnen lässt. Die ersten Erwachsenen des Kurses sind schon angereist und heute Abend wird die ganze Gruppe vollständig sein.
Was uns noch fehlt: Eine kleine Gruppe (oder Einzelne?) von Menschen, die unsere Gruppenzelte in den Tagen nutzen, in denen sie noch nicht belegt sind. Vor allem ist das der Juli. Es ist dort oben auf dem Holzfußboden unter den Planen traumhaft gemütlich. Essen gibt es unten im Haus, Toiletten und Waschräume auch. Keine Verpflichtungen, kein Telefongeklingel, kein Stress. Was will man mehr? Hat jemand eine Idee? Wenn ich nicht arbeiten müsste, würde ich ja hier Urlaub machen. ;-)

 

20.2.2011

Mitten im Februar erwacht das Haus langsam aus seinem Winterschlaf, den es immer hält, wenn es keine Gäste beanspruchen. Seit zwei Tagen treibt eiskalter Wind ein paar Flocken vor sich her, die aber kaum der Rede wert sind. Schnee hatten wir in dieser Heizperiode eigentlich genug. In aller Stille findet gerade eine kleine, feine Tagung zum Thema Novalis statt. Ab morgen wird es noch einmal eine kurze Pause geben und dann beginnt endlich wieder die reguläre Jahresbelegung. Wir freuen uns schon auf die Kinderfreizeit mit Herrn Zimpel Herrn Zimpel, danach werden eine ganze Reihe Kurse für Erwachsene stattfinden.

 

13.1.2011

Frau Pfarrer Hausen hat dem Haus und seinen Gästen eine stille und tiefgründige Weihnachtstagung geschenkt. Während drin in aller Stille gefeiert werden konnte, hatten wir draußen mächtig mit dem Wetter zu kämpfen. Gerade hatte die Fahrt mit dem Kohlen-Lkw (immerhin bis zum Gästeparkplatz) geklappt, da kam schon das nächste Problem: der Tankwagen für das Flüssiggas kam trotz mehrerer Versuche nicht mehr hoch. Den ganzen Heiligabend hatte es bei starkem Wind ununterbrochen geschneit und da nicht geräumt wurde, war die Straße am ersten Feiertag nicht mehr passierbar. Ich improvisierte das Frühstück für die Gäste und unsere Köchin brauchte drei Stunden, bis sie hier oben ankam - das letzte Stück hatte sie jemand mit dem Quad gebracht.
Gleich im neuen Jahr kamen vier Familien auf einen Selbstversorger-Besuch, um im Haus zu helfen. Einige zeitaufwendige Kleinigkeiten konnten in Angriff genommen werden, vor allem war es in einer Vormittag füllenden Aktion gelungen, den Gas-Lkw hier hoch zu bekommen, so, dass ich jetzt keine Sorgen mehr haben muss, wie lange sich das Gästehaus noch heizen läßt. Die Post müssen wir immer noch selbst abholen und die Mülltonnen zu Fuß bis an die Landstraße bringen. Aber das kennen wir ja schon vom letzten Jahr. Ich werde jetzt endlich das Veranstaltungsprogramm hier auf der Seite in Angriff nehmen und bitte wieder alle Leser mir bei Fehlern eine E-Mail zu senden!

 

 

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